WoW Alterac Spacken mal wieder
Friday, July 24th, 2009Ich hab’s nochmal rausgekramt…
http://www.lastfm.de/music/Marduc/_/Horde+Priester+im+Alteractal
Ich hab’s nochmal rausgekramt…
http://www.lastfm.de/music/Marduc/_/Horde+Priester+im+Alteractal
Nach langer Zeit mal wieder rausgekramt, aber immernoch GENIAL
Viele Menschen sorgen sich ja wegen ihrer Wünsche und Vorstellungen. Und sie haben niemanden, mit dem sie darüber reden könnten
Dass ihnen geholfen werden kann, ist die schönste Seite des Internets.
Meist beginnt es mit dem zu nächtlicher Stunde in einem entsprechenden Forum geposteten Satz: “Ich weiß auch nicht, wo das herkommt, aber…”
Zu jedem scheinbar noch so abseitigen Problem findet sich solch ein Forum. Dort erfährt der Surfer dann, dass es Tausenden von Leuten genauso geht wie ihm.
Andere hegen die gleichen Wünsche und haben ähnliche Schwierigkeiten, sie zu verwirklichen, wie er selbst. Bei ihm ist also alles in Ordnung im Kopf. Er ist nicht allein.
Etliche Texte haben diese Anderen schon ins Netz gestellt. Manchmal sind auch Grafiken und Fotos dabei. Und wenn der Surfer von einem Thema richtig besessen ist, dann ist es ihm eine wahre Freude, diese anzuschauen.
Unsereins beispielsweise ist recht seltsam gestrickt. Und da kann es schon vorkommen, dass eine Wunschvorstellung zur fixen Idee wird. Und wenn man die nicht realisieren kann, wird man zum Getriebenen.
Dann dreht sich alles nur noch um das eine. In dem Fall um den zentralen Begriff ‘bare’. Wörtlich übersetzt heißt das ‘nackig’.
Und wieder setzt man sich an den Computer und probiert’s. Es ist wie eine Sucht.
Die Wirtschaft übrigens versucht, aus Suchtverhalten Geld zu schlagen.
Wenn einer übermäßig viel surft, so schließt sie wohl, dann hat er ein Schmuseproblem.
Interessanter Weise werden auf Seiten, wo’s ums Thema Internetsucht geht, vorwiegend Partnerschaftsanzeigen geschaltet. Wenn etwa News.at meldet, 50.000 Österreicher seien TCP/IP-Junkies, dann blinkt auf dieser Page auch ein Top-Singles-im-Internet-Gif.
“Gefangen in der virtuellen Welt” titelt der Focus. Und angeblich “die führende Partneragentur” stellt ein Inserat dazu. Und in der Basler Zeitung wirbt die Firma Elite-Partner mit Akademikern und “Singles mit Niveau”.
Grässlich: die Vorstellung, eine elitäre Frau zu haben, oder eine, die sich zuvor als ‘Top-Single’ gesehen hätte. Da würde man es doch vorziehen, künftig alle Nächte einsam vorm Rechner zu verbringen.
Aber die unerfüllten Wünsche, die Unsereins hat, lassen sich selbstverständlich durch eine wie auch immer geartete Partnerschaft nicht realisieren. Ganz einfach, weil sie nichts damit zu tun haben.
Man bräuchte vielmehr einen Mann oder auch eine Frau – das Geschlecht spielt keine Rolle – der oder die einem erklären kann, wie man sein digital Home endlich vollständig virtualisiert. Auf Basis handelsüblicher Client-Hardware und – aus Performace-Gründen – eines Bare-Metal-Hypervisors.Die Virtualisierung als solche bereitet keine Probleme. Aber ohne Betriebssystem-Overhead? Das ‘bare’ ist der Schlüssel. Es ist der Wahnsinn! Der nackte Wahnsinn!
Immer wieder versucht man’s. Und immer wieder kommt die Meldung: “Unable to find a supported device to write the VMware ESX Server 3i 3.5.0 image to.” – In solchen Momenten ist man der einsamste Mensch auf der ganzen Welt und geht wie die anderen einsamsten Menschen auch ins Internet.Dort wird dann einem schlagartig klar: Du bist nicht allein. 468 Mal findet Google den eigenartigen Satz. Viele haben das gleiche Problem.
Und einer hat’s sogar gelöst. – Ein Segen dieses Internet!Gut, es gibt noch andere Wünsche, die man so hat. Wenn’s um deren Realisierung geht, sollte man sich dann aber doch an die nicht-virtuelle Welt halten. Da ist das viel schöner.
Achim Killer
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Endlich wieder was zum Singen *G*
http://www.fun-insite.de/Specials-lustige-videos-Der-Deine-Mudda-Song-tipp-16-1fd0762725-1.html
Ganz schwierig wird das heuer, die Sache mit der Wirtschaft. In der Politik sind sie sich denn auch alle völlig uneins.
Die Sozialdemokraten möchten einen “Deutschlandfond”, also öffentliche Investitionen – und niedrigere Abgaben. Die Union hingegen möchte “Mehr Netto vom Brutto”, also niedrigere Abgaben – und öffentliche Investitionen.
Erschwert wird das Ganze noch durch die CSU, die das gleiche will, aber anders und außerdem für sich reklamiert, vor der Bundeskanzlerin gewusst zu haben, was jene zu wollen hat. – Es ist halt richtig kompliziert!Da wär’s doch schön, einen Wirtschaftsexperten bei der Hand zu haben. Aber keinen, der glaubt, die Wahrheit gepachtet zu haben, bloß weil er Unsinn redet und gegenteilig heißt. Sondern einen wirklichen.
Es gibt ihn: den Franz. Der hat sie gepachtet. – Nein, nicht die Wahrheit, sondern die Wirtschaft, die am Loisachplatz in München. Der Franz zerbricht sich nie den Kopf über Konjunkturprogramme. Er ist eins.
Über die Feiertage etwa hat die Anschaffung eines WLAN-Access-Points angestanden. Seinetwegen (zwengs dem Franz) nun kauft man nicht nur dieses Gerät, sondern sich hernach auch noch eine Halbe Bier in seiner Wirtschaft.
Denn der Franz nutzt sie alle, diese neuen ökonomischen Trends, und zwar lange, bevor ihre Namen erfunden sind. Das One-to-One-Marketing zum Beispiel: Kaum, dass man seine Wirtschaft betreten hat, kommt er und stellt einem ein Helles hin – kein Dunkles und kein Weißbier, sondern eine Halbe Hell, weil er von jedem einzelnen seiner Gäste weiß, was der mag.So stellen sich doch alle das One2One vor, alle bis auf den Franz. Denn der weiß bis heute nicht, was das sein soll. Weil’s ihm wurscht ist.
Das wortreiche Marketing der anderen hingegen könnte zu einem großen Problem der bundesdeutschen Wirtschaft im Jahr 2009 werden: Vielleicht würde man ja wirklich tun, was heuer alle von einem wollen, und mehr kaufen, wenn einen diese ganzen Verkaufsstrategen nicht ständig daran hinderten…
“Machen Sie dem Kabelwirrwar(r) in Ihrem Heim- oder Büronetzwerk ein Ende”, steht auf der WLAN-Packung (orthographisch korrekte Schreibweise jeweils in Klammern). Der Access-Point eigne “sich ideal zur drahtlosen Übertragung großer Dateien und Streaming-Daten”.
Was glauben die eigentlich, warum man sich die Schachtel aus dem Regal beim Discounter gegriffen hat? – Weil sie sich so gut anfühlt?Viel interessanter wäre es doch beispielsweise gewesen, vorab zu erfahren, ob das Gerät eine IP-Adresse über DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) akzeptiert oder eine feste benötigt. In letzterem Fall hätte man eben ein anderes genommen, weil’s sonst zu kompliziert wird im digital Home – daheim.Statt dessen aber wird einem nahegelegt: “Schöpfen Sie sämtliche Vorteile der drahtlosen Netzwerktechnologie aus.” – Nur zu diesem Zweck hat man doch diesen Laden betreten. Und trotzdem meinen diese Schlauberger, einen noch dazu auffordern zu müssen.
Aber so sind sie halt, diese Vermarkter. Sie können nicht anders. Es ist ein Reflex. Die versuchen, einen sogar noch zu einem Kauf zu überreden, zu dem man längst entschlossen ist. Mit anderen Worten: Sie sind chronisch zu spät dran!
Der Franz hingegen arbeitet stets just-in-time. “No oane?” fragt er, wenn die erste Halbe zur Neige geht, und schenkt gleichzeitig die zweite ein. Denn er weiß nicht nur, was seine Gäste trinken, sondern auch wie viel.
Der Mann ist die personifizierte Business Intelligence. Allerdings brächte es nichts, ihm das mitzuteilen, weil er’s nicht verstünde und es ihm außerdem gleichfalls wurscht wäre.
“Ist ja gut”, hört er seinen Gast stöhnen: Die Schachtel ist geöffnet. Und die Gebrauchsanleitung beginnt wie so oft mit “Glückwunsch!” sowie einer längeren Aufzählung der Vorteile, die es mit sich bringt, vom Hersteller des Access-Points zu kaufen.
“Blickst es net?” frozzelt der Franz, “schreibst bloß immer recht g’scheit drüber!” – Lediglich das erreichte hohe Maß an Kundenbindung und der Anblick der noch fast vollen Halben hindert einen daran, angesichts einer derart unangebrachten Bemerkung zum Wirtschaftsflüchtling zu werden.Tatsächlich enthält die Gebrauchsanleitung zur DHCP-Frage lediglich den Hinweis: “Gehen Sie sicher(,) das(s) eine richtige IP an ihrem (Ihrem) PC vergeben wurde.” – Ach so.Aber der Franz hat’s grad’ nötig, sind doch seine eigenen IT-Kenntnisse eher rudimentärer Natur: Computer seien “wie Frau’n”, philosophiert er, “faszinierend sans scho, aber Anfassen bringt immer Ärger mit sich.”
Man sieht’s ihm an: Eigentlich will er jetzt noch über seinen deplazierten Witz lauthals lachen, wovon ihn allerdings das Auftauchen der Wirtin abhält.
Jene wird von den meisten Gästen “Kathi” genannt. Angesichts ihrer aktuellen Gemütsverfassung würde man sie gegenwärtig jedoch höchstens “Katharina” rufen – wenn überhaupt. Sie bittet ihren Gatten, doch nicht in politisch unkorrekter Weise daherzureden, sondern sich statt dessen lieber hinter dem Tresen nützlich zu machen – oder, wie sie es ausdrückt: “Jetzt schleichst di abba scho!”Viele kleingedruckte Seiten mit Sicherheitshinweisen und zu den Gewährleistungsbedingungen sind der Packung noch beigelegt. Letztere laufen darauf hinaus, dass der Hersteller, von dem zu kaufen, so vorteilhaft ist, gar nicht dafür verantwortlich sein kann, wenn der Access-Point nicht funktionieren sollte. Man möge sich das Kleingedruckte “gründlich” durchlesen, heißt es.
Würde man stets gründlich durchlesen, was gründlich durchzulesen, man aufgefordert wird, man fände nie die Zeit, IT-Geräte zu installieren und anschließend weitere zu kaufen, geschweige denn, sich inhaltsschwerer Literatur zuzuwenden.
Wie viele Wörter mögen es wohl sein, die jährlich auf juristischen Beipackzetteln zu elektronischen Geräten in die Schachtel gesteckt werden, fragt man sich und nimmt einen großen Schluck. Und wie viel überflüssige stehen außen drauf?
Der Franz hingegen macht nie viele Worte. “No oane?” fragt er jetzt.
“No oane!”
Achim Killer
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also Freunde, bei BC war Chris dran, jetzt bin ich am Arsch …defekte DVD – nach ner Stunde Forenwelzerei *thx Gerdi*
1. Ihr könnt falls vorhanden – die Betainstall zum zocken nehmen
http://wow.gamona.de/index.php?unid=12819
2. Nutzt den Webinstaller – der hängt zwar ab und an – habe aber gute 1.3mb/sek ![]()
http://www.wow-europe.com/shared/downloads/protected/InstallWoW_deDE/InstallWoW.exe
ladet das DING nicht mit dem IE runter -> Fehler ! Über FF gings komischerweise – kA – der Laie staunt, der Fachmann wundert sich
Viel Erfolg!
oder:   “Wie das amerikanische Finanz-System funktioniert“ Â
Der junge Chuck will mit einer eigenen Ranch reich werden. Als Anfang kauft
er einem Farmer ein Pferd ab. Er übergibt dem Farmer seine ganzen 100 Dollar
und dieser verspricht, ihm das Pferd am nächsten Tag zu liefern.
Am nächsten Tag kommt der Farmer vorbei und teilt Chuck eine schlechte
Nachricht mit: “Es tut mir leid, Kleiner, aber das Tier ist in der Nacht tot
umgefallen.” Meint Chuck: “Kein Problem. Gib mir einfach mein Geld zurück.
“Geht nicht”, eröffnet ihm der Farmer. “Ich habe das Geld gestern bereits
für Dünger ausgegeben.”
Chuck überlegt kurz. “Na dann”, fängt er an, “nehme ich das tote Biest
trotzdem.”
“Wozu denn?” fragt der Farmer.
“Ich will es verlosen”, erklärt ihm Chuck. “Du kannst doch kein totes Pferd
verlosen!”, staunt der Farmer. Doch Chuck antwortet: “Kein Problem! Ich
erzähl’ einfach keinem, dass es schon tot ist…”
Monate später laufen sich Chuck – fein in Anzug und schicken Schuhen – und
der Farmer in der Stadt über den Weg. Fragt der Farmer: “Chuck! Wie lief’s
denn mit der Verlosung des Pferde-Kadavers?”
“Spitze”, erzählt ihm Chuck. “Ich habe über 500 Lose zu je 2 Dollar verkauft
und meine ersten 1’000 Dollar Profit gemacht.”
“Ja… gab’s denn keine Reklamationen?”
“Doch – vom Gewinner”, sagt Chuck. “Dem habe ich dann einfach seine 2 Dollar
zurückgegeben.”Â
Heute verkauft Chuck strukturierte Finanzprodukte bei einer Investmentbank.
Eine Woche war das wieder – wie ein Stück Software: highly awarded. Sowas schreiben IT-Firmen ja gerne über ihre Programme neben den obligatorischen Hinweisen auf den ROI (Return on Investment) und die Benutzerfreundlichkeit.
Wer wirklich etwas wissen will, muss allerdings meist lange nachfragen, bis sich überhaupt jemand findet, der Erwähnenswertes über ein Software- System sagen kann. Verkäufer denken halt in Powerpoint-Präsentationen und tun sich deswegen mit dem sprachlichen Konstrukt des Prädikats –
deutsch: Satzaussage – doch arg schwer.Ein Preis hingegen geht immer, vorzugsweise wenn er von jener Computer- Zeitschrift vergeben wird, die die Firma mit ihren Anzeigen finanziert.
Ähnliche Auszeichnungen nun wurden diese Woche auch in einer anderen Branche vergeben: der deutsche Fernsehpreis.
Einer davon sollte an Marcel Reich-Ranicki verliehen werden, an einen übermütigen und kraftstrotzenden 88-jährigen Jüngling, in einem Festsaal voller – im Durchschnitt wohl – halb so alter Greise. Er könne “diesen Gegenstand nur jemandem vor die Füße werfen” dröhnte er. Andere – exemplarisch für sie steht Marco Schreyl (Deutschland sucht denSuperstar) – nahmen wiederum dankbar an.Allerdings ist Reich-Ranicki niemand, den am Sonntag die Seichtigkeit deutscher Fernsehunterhaltung in seinem literarischen Elfenbeinturm wie ein Blitz getroffen hätte. Im Gegenteil: Er ist jemand, der eine gute Show zu inszenieren weiß.
Und das hat der Medien-Profi den versammelten Amateur-Witzbolden und Serien-Langweilern demonstriert. That’s entertainment! Live, dramaturgisch perfekt und mit einem Star-Darsteller in der Hauptrolle.
Die sicherlich würdevollste Verleihung eines deutschen Fernsehpreises, seit jener “Gegenstand” in Plexiglas gegossen wird.
Am Montag dann wurde bekanntgegeben, wer den diesjährigen Wirtschaftsnobelpreis bekommt. Auch das ist diesmal anders.
Denn bislang ist es ein eher dröges Ritual gewesen: Zuerst steht nur der Name des Geehrten in der Zeitung und die alte Geschichte, dass diese Auszeichnung nicht auf Alfred Nobel zurückgeht, sondern von der schwedischen Reichsbank in Gedenken an jenen gestiftet wurde. – Zeitungsschreiber müssen halt auch die vorgegebenen Zeilen füllen. – Erst am folgenden Tag erfährt man in der Regel, was der Ausgezeichnete denn so erforscht hat.
Und das alles hängt miteinander zusammen: Die Wirtschaftswissenschaft ist so eine Art Theologie. Ihre zentralen Kategorien sind Vertrauen, das wiederherzustellen, den deutschen Steuerzahler jetzt bis zu 400 Milliarden Euro kostet, und Glaube, “welcher höher ist denn alle Vernunft” (Philipper, Kap. 4, Vers 7) in dem Fall an die universelle Kraft des Marktes.
Auch Laien wie der Staatswissenschaftler Otto Graf Lambsdorff können davon beseelt sein. Mit einem “liberalisierenden Ansatz von Marktwirtschaft” lasse sich die gegenwärtige “Vertrauenskrise in den Griff bekommen” sagte er dieser Tage im Deutschlandfunk. – Ja, eines starken Glaubens bedarf es, um so ein Bekenntnis allen Anfechtungen der Vernunft zum Trotz abzulegen.Den quasi hohen Priestern des Marktes, also den Wirtschaftswissenschaftlern, obliegt es, ihre Glaubenssätze gegen die profane Wirklichkeit zu verteidigen. Sie bedienen sich dazu der Infinitesimalrechnung, welche in etwa so populär ist wie die lateinische Liturgie.
Deshalb brauchen Zeitungsschreiber meist einen Tag, bevor sie etwas zur Forschungsarbeit eines Preisträgers in Blatt heben können. Und der erfolgreiche Geschäftsmann Alfred Nobel hielt überhaupt nichts von der Wirtschaftswissenschaft.
Diesmal aber ist’s anders: Der nominierte Paul Krugman glaubt nicht an die mysteriösen Gesetze des Marktes. Er hält es statt dessen für sinnvoll, wirkliche Gesetze zu erlassen, damit ein geordneter Markt richtig funktionieren kann.
Paul Krugman unterscheidet sich von früheren Nobelpreisträgern in etwa so wie Marcel Reich-Ranicki von Marco Schreyl. Und darüber hinaus beherrscht er wie der wortgewaltige Literaturkritiker seine
Muttersprache: Als “Know-Nothingism” bezeichnet er die Glaubenssätze der Markt-Fundamentalisten. That’s Infotainment!
Gleich zwei würdige Preisträger also in nur einer Woche! So eine Trefferquote hat Seltenheitswert.
Man fragt sich allerdings, wenn man sich mit Paul Krugman befasst, warum der von ihm postulierte Know-Nothingism nicht nur die Wirtschaftstheoretiker, sondern auch die Praktiker in den Vorständen und Aufsichtsgremien der Banken erfasst hat. Die IT-Industrie offeriert doch jede Menge und “vielfach ausgezeichnete” Tools fürs Risk-Management und um ein bisschen Wissen auch auf die Chefetage zu bringen.
Sie bietet Data Warehouses an, MIS und EIS (Management und Executive Informationsystems), kurz: Business Intelligence. – Es dürfte wohl daran liegen, dass es nicht genügt intelligente Systeme bloß in Binaries zu packen. Intelligenz muss schon auch neuronal implementiert werden.Vielleicht könnte da ja das Vorbild von Marcel Reich-Ranicki Abhilfe schaffen. Man stelle sich das einmal vor: eine IT-Broschüre, verfasst in gutem Deutsch! Doch, die Welt, sie wäre ein klein bisschen besser, wenn man die Wortgewalt eines alten Polterers in den Dienst der IT stellen würde.
Achim Killer
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Wers glaubt wird seelig und wer backt wird mehlig