Archive for the ‘IT’ Category

Lustige Geschichte….

Thursday, September 24th, 2009

http://lnk.ms/21ZG7

Immernoch Unklarheiten zum SAP Enterprise Support

Wednesday, September 23rd, 2009

Artikel bei Silicon: http://www.silicon.de/c/?id=63-41503000-0

Infos bei SAP: http://www.sap.com/germany/services/enterprise-support-notice/index.epx

Star Wars in ASCII via Telnet

Wednesday, July 1st, 2009

Nach langer Zeit mal wieder rausgekramt, aber immernoch GENIAL ;)

STAR WARS

Windows 7 ohne IE ?

Tuesday, June 16th, 2009

Artikel bei Silicon.de

Neues von Google Wave

Wednesday, June 3rd, 2009

- Artikel bei Silicon.de -

Du bist nicht allein!

Monday, May 25th, 2009

Viele Menschen sorgen sich ja wegen ihrer Wünsche und Vorstellungen. Und sie haben niemanden, mit dem sie darüber reden könnten

Dass ihnen geholfen werden kann, ist die schönste Seite des Internets.

Meist beginnt es mit dem zu nächtlicher Stunde in einem entsprechenden Forum geposteten Satz: “Ich weiß auch nicht, wo das herkommt, aber…”

Zu jedem scheinbar noch so abseitigen Problem findet sich solch ein Forum. Dort erfährt der Surfer dann, dass es Tausenden von Leuten genauso geht wie ihm.

Andere hegen die gleichen Wünsche und haben ähnliche Schwierigkeiten, sie zu verwirklichen, wie er selbst. Bei ihm ist also alles in Ordnung im Kopf. Er ist nicht allein.

Etliche Texte haben diese Anderen schon ins Netz gestellt. Manchmal sind auch Grafiken und Fotos dabei. Und wenn der Surfer von einem Thema richtig besessen ist, dann ist es ihm eine wahre Freude, diese anzuschauen.

Unsereins beispielsweise ist recht seltsam gestrickt. Und da kann es schon vorkommen, dass eine Wunschvorstellung zur fixen Idee wird. Und wenn man die nicht realisieren kann, wird man zum Getriebenen.

Dann dreht sich alles nur noch um das eine. In dem Fall um den zentralen Begriff ‘bare’. Wörtlich übersetzt heißt das ‘nackig’.

Und wieder setzt man sich an den Computer und probiert’s. Es ist wie eine Sucht.

Die Wirtschaft übrigens versucht, aus Suchtverhalten Geld zu schlagen.

Wenn einer übermäßig viel surft, so schließt sie wohl, dann hat er ein Schmuseproblem.

Interessanter Weise werden auf Seiten, wo’s ums Thema Internetsucht geht, vorwiegend Partnerschaftsanzeigen geschaltet. Wenn etwa News.at meldet, 50.000 Österreicher seien TCP/IP-Junkies, dann blinkt auf dieser Page auch ein Top-Singles-im-Internet-Gif.

“Gefangen in der virtuellen Welt” titelt der Focus. Und angeblich “die führende Partneragentur” stellt ein Inserat dazu. Und in der Basler Zeitung wirbt die Firma Elite-Partner mit Akademikern und “Singles mit Niveau”.

Grässlich: die Vorstellung, eine elitäre Frau zu haben, oder eine, die sich zuvor als ‘Top-Single’ gesehen hätte. Da würde man es doch vorziehen, künftig alle Nächte einsam vorm Rechner zu verbringen.

Aber die unerfüllten Wünsche, die Unsereins hat, lassen sich selbstverständlich durch eine wie auch immer geartete Partnerschaft nicht realisieren. Ganz einfach, weil sie nichts damit zu tun haben.

Man bräuchte vielmehr einen Mann oder auch eine Frau das Geschlecht spielt keine Rolle der oder die einem erklären kann, wie man sein digital Home endlich vollständig virtualisiert. Auf Basis handelsüblicher Client-Hardware und aus Performace-Gründen - eines Bare-Metal-Hypervisors.Die Virtualisierung als solche bereitet keine Probleme. Aber ohne Betriebssystem-Overhead? Das ‘bare’ ist der Schlüssel. Es ist der Wahnsinn! Der nackte Wahnsinn!

Immer wieder versucht man’s. Und immer wieder kommt die Meldung: “Unable to find a supported device to write the VMware ESX Server 3i 3.5.0 image to.” In solchen Momenten ist man der einsamste Mensch auf der ganzen Welt und geht wie die anderen einsamsten Menschen auch ins Internet.Dort wird dann einem schlagartig klar: Du bist nicht allein. 468 Mal findet Google den eigenartigen Satz. Viele haben das gleiche Problem.

Und einer hat’s sogar gelöst. Ein Segen dieses Internet!Gut, es gibt noch andere Wünsche, die man so hat. Wenn’s um deren Realisierung geht, sollte man sich dann aber doch an die nicht-virtuelle Welt halten. Da ist das viel schöner.

Achim Killer

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http://www.silicon.de/c/?id=68-41004370-0

Annette weiß es

Friday, February 27th, 2009

Unser aller Bildungsministerin Annette Schavan erweckt trotz ihrer mittlerweile 53 Jahre oft den Eindruck, einer eifrigen Schülerin, die sich aufgeregt meldet, dabei mit den Fingern schnippt und “Herr Lehrer, ich weiß es” ruft. Diese Woche nun hat sie sich wieder zu Wort gemeldet.

“Schavan fordert Top-Manager als Lehrer an Schulen”, überschreibt der Focus einen Artikel zum Thema. Unternehmen sollten ihre Spitzenleute quasi an Bildungseinrichtungen ausleihen.

Das sei nötig. Denn die gegenwärtigen Lehrkräfte brächten es nicht:

Haupt- und Realschullehrer hätten im Schnitt ihr Abitur nur mit 2,5 gemacht. Daher der Vorstoß der Ministerin.

Aber es könnte schwierig werden. Denn die Top-Manager, an die man dabei zuerst denkt, kommen ja nicht in Frage. Bill Gates etwa oder Michael Dell haben schließlich ihr Studium abgebrochen. Und solche Leistungsverweigerer können vielleicht in den USA Milliardär werden, aber nicht Lehrer in Deutschland.

Georg Funke allerdings wäre möglicher Weise ein geeigneter Lehramtskandidat für das Fach höhere Mathematik. Das ist das, wo’s beispielsweise ums Potenzrechnen geht.

Der ehemalige Hypo-Real-Estate-Chef könnte sicherlich prima erklären, wie man durch eine Bank mit einer Börsenkapitalisierung von Anfangs 2,6 Millionen (106) Euro laut Geschäftsbericht 2003, gemeint sind 2,6 Milliarden (109) eine Volkswirtschaft mit einem Bruttosozialprodukt von 2,4 Billionen (1012) in Gefahr bringt und dafür dann eine monatliche Rente von 47 Tausend (103) Euro laut Mainzer Allgemeine Zeitung kassiert. Dietmar Hopp wiederum wäre in der Lage, den Sozialkundeunterricht anzureichern und zu zeigen, wie man als Honoratior mit viel Bürgersinn gelten kann - zumindest in einem ganzen Ortsteil von Sinsheim. Selbst wenn man für das Gesellschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland wozu die betriebliche Mitbestimmung gehört - ähnlich viel Sympathie aufbringt wie Mullah Omar von den Taliban für die Gleichstellung der Frau. Sowas kommt in den weltfremden Lehrplänen von heute ja nicht vor. Und mehr Praxisbezug an den Schulen wird schließlich schon lange gefordert.

Bei Heinrich von Pierer im Deutschunterricht wäre es sicherlich mucksmäuschenstill, wenn der ehemalige Siemens-Vorstandschef und alte Herr Landrat über sein Paradethema sprechen würde: die Weisheit des Volksmundes, dargestellt am Beispiel des deutschen Sprichwortes “Wer gut schmiert, der gut fährt, so hat der Ratsherr es gelehrt.”

Der einstige Infineon-CEO Ulrich Schumacher schließlich gäbe einen klasse Religionslehrer ab. Vor allem kleine Jungs wären begeistert von ihm, könnte er ihnen doch beibringen, wie man, anstatt seine Hausaufgaben zu machen, als Rennfahrer verkleidet, an der Wallstreet vorfährt. Und das während der Arbeitszeit! Da verliert der Ernst des Lebens doch all seine Schrecken. So und nicht anders stellt man sich einen modernen Seelsorger vor!

Und im Unterricht dann ging’s um den Katechismus des Leistungsmenschen.

Dessen zentrale Lehrsätze lauten: 1. Die Schwächsten der Schwachen in einem Unternehmen gehören turnusgemäß eliminiert. 2. Der Chef gehört nie dazu, auch wenn das für Zweifler den Augenschein haben mag. 3. Und deshalb gebührt dem Chef auch eine hohe Abfindung, wenn er das in seiner Amtszeit marode gewordene Unternehmen verlässt. Selbst irdische Gerichte müssen das einsehen.

So segensreich könnten die “sinnvollen Impulse für die Schüler” sein, die sich Annette Schavan von ihren Top-Aushilfslehrern verspricht.

Trotzdem sollte Kritik an der Frau Ministerin gestattet sein. Sie hätte bedenken müssen, welche Reaktionen ihr Vorschlag angesichts der desolaten Lage an den Schulen hervorrufen könnte.

Man stelle sich nur vor: Eine eifrige Schülerin meldet sich aufgeregt im Unterricht, schnippt dabei mit den Fingern und ruft: “Herr Lehrer, ich weiß es.” Und dann plappert das Gör nach, was es von der Ministerin aufgeschnappt hat.

Und das bei den Losern mit 2er-Abitur, die heutzutage unterrichten. So jemand kann doch überhaupt nicht pädagogisch angemessen auf ein derart verbal hyperaktives Kind reagieren. Vielleicht würde er sogar sagen:

“Annette, du sollst doch nicht immer den Klassenkasper machen. Es geht hier schließlich um ernste Dinge.”

Achim Killer

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Achtung Clickjacking!

Friday, January 30th, 2009

- Infos hier -

Sicherheitslücke: Microsoft Bluetooth Stack OBEX Directory Traversal

Wednesday, January 28th, 2009

Sehr interessant, und z.Zt. noch keine Abhilfe möglich, ausser KEINE Verbindung mit anderen bzw. unbekannten Personen herzustellen :|

LINK

Die Business Intelligence vom Franz

Friday, January 9th, 2009

Ganz schwierig wird das heuer, die Sache mit der Wirtschaft. In der Politik sind sie sich denn auch alle völlig uneins.

Die Sozialdemokraten möchten einen “Deutschlandfond”, also öffentliche Investitionen - und niedrigere Abgaben. Die Union hingegen möchte “Mehr Netto vom Brutto”, also niedrigere Abgaben - und öffentliche Investitionen.

Erschwert wird das Ganze noch durch die CSU, die das gleiche will, aber anders und außerdem für sich reklamiert, vor der Bundeskanzlerin gewusst zu haben, was jene zu wollen hat. Es ist halt richtig kompliziert!Da wär’s doch schön, einen Wirtschaftsexperten bei der Hand zu haben. Aber keinen, der glaubt, die Wahrheit gepachtet zu haben, bloß weil er Unsinn redet und gegenteilig heißt. Sondern einen wirklichen.

Es gibt ihn: den Franz. Der hat sie gepachtet. Nein, nicht die Wahrheit, sondern die Wirtschaft, die am Loisachplatz in München. Der Franz zerbricht sich nie den Kopf über Konjunkturprogramme. Er ist eins.

Über die Feiertage etwa hat die Anschaffung eines WLAN-Access-Points angestanden. Seinetwegen (zwengs dem Franz) nun kauft man nicht nur dieses Gerät, sondern sich hernach auch noch eine Halbe Bier in seiner Wirtschaft.

Denn der Franz nutzt sie alle, diese neuen ökonomischen Trends, und zwar lange, bevor ihre Namen erfunden sind. Das One-to-One-Marketing zum Beispiel: Kaum, dass man seine Wirtschaft betreten hat, kommt er und stellt einem ein Helles hin kein Dunkles und kein Weißbier, sondern eine Halbe Hell, weil er von jedem einzelnen seiner Gäste weiß, was der mag.So stellen sich doch alle das One2One vor, alle bis auf den Franz. Denn der weiß bis heute nicht, was das sein soll. Weil’s ihm wurscht ist.

Das wortreiche Marketing der anderen hingegen könnte zu einem großen Problem der bundesdeutschen Wirtschaft im Jahr 2009 werden: Vielleicht würde man ja wirklich tun, was heuer alle von einem wollen, und mehr kaufen, wenn einen diese ganzen Verkaufsstrategen nicht ständig daran hinderten…

“Machen Sie dem Kabelwirrwar(r) in Ihrem Heim- oder Büronetzwerk ein Ende”, steht auf der WLAN-Packung (orthographisch korrekte Schreibweise jeweils in Klammern). Der Access-Point eigne “sich ideal zur drahtlosen Übertragung großer Dateien und Streaming-Daten”.

Was glauben die eigentlich, warum man sich die Schachtel aus dem Regal beim Discounter gegriffen hat? Weil sie sich so gut anfühlt?Viel interessanter wäre es doch beispielsweise gewesen, vorab zu erfahren, ob das Gerät eine IP-Adresse über DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) akzeptiert oder eine feste benötigt. In letzterem Fall hätte man eben ein anderes genommen, weil’s sonst zu kompliziert wird im digital Home daheim.Statt dessen aber wird einem nahegelegt: “Schöpfen Sie sämtliche Vorteile der drahtlosen Netzwerktechnologie aus.” - Nur zu diesem Zweck hat man doch diesen Laden betreten. Und trotzdem meinen diese Schlauberger, einen noch dazu auffordern zu müssen.

Aber so sind sie halt, diese Vermarkter. Sie können nicht anders. Es ist ein Reflex. Die versuchen, einen sogar noch zu einem Kauf zu überreden, zu dem man längst entschlossen ist. Mit anderen Worten: Sie sind chronisch zu spät dran!

Der Franz hingegen arbeitet stets just-in-time. “No oane?” fragt er, wenn die erste Halbe zur Neige geht, und schenkt gleichzeitig die zweite ein. Denn er weiß nicht nur, was seine Gäste trinken, sondern auch wie viel.

Der Mann ist die personifizierte Business Intelligence. Allerdings brächte es nichts, ihm das mitzuteilen, weil er’s nicht verstünde und es ihm außerdem gleichfalls wurscht wäre.

“Ist ja gut”, hört er seinen Gast stöhnen: Die Schachtel ist geöffnet. Und die Gebrauchsanleitung beginnt wie so oft mit “Glückwunsch!” sowie einer längeren Aufzählung der Vorteile, die es mit sich bringt, vom Hersteller des Access-Points zu kaufen.

“Blickst es net?” frozzelt der Franz, “schreibst bloß immer recht g’scheit drüber!” Lediglich das erreichte hohe Maß an Kundenbindung und der Anblick der noch fast vollen Halben hindert einen daran, angesichts einer derart unangebrachten Bemerkung zum Wirtschaftsflüchtling zu werden.Tatsächlich enthält die Gebrauchsanleitung zur DHCP-Frage lediglich den Hinweis: “Gehen Sie sicher(,) das(s) eine richtige IP an ihrem (Ihrem) PC vergeben wurde.” Ach so.Aber der Franz hat’s grad’ nötig, sind doch seine eigenen IT-Kenntnisse eher rudimentärer Natur: Computer seien “wie Frau’n”, philosophiert er, “faszinierend sans scho, aber Anfassen bringt immer Ärger mit sich.”

Man sieht’s ihm an: Eigentlich will er jetzt noch über seinen deplazierten Witz lauthals lachen, wovon ihn allerdings das Auftauchen der Wirtin abhält.

Jene wird von den meisten Gästen “Kathi” genannt. Angesichts ihrer aktuellen Gemütsverfassung würde man sie gegenwärtig jedoch höchstens “Katharina” rufen wenn überhaupt. Sie bittet ihren Gatten, doch nicht in politisch unkorrekter Weise daherzureden, sondern sich statt dessen lieber hinter dem Tresen nützlich zu machen oder, wie sie es ausdrückt: “Jetzt schleichst di abba scho!”Viele kleingedruckte Seiten mit Sicherheitshinweisen und zu den Gewährleistungsbedingungen sind der Packung noch beigelegt. Letztere laufen darauf hinaus, dass der Hersteller, von dem zu kaufen, so vorteilhaft ist, gar nicht dafür verantwortlich sein kann, wenn der Access-Point nicht funktionieren sollte. Man möge sich das Kleingedruckte “gründlich” durchlesen, heißt es.

Würde man stets gründlich durchlesen, was gründlich durchzulesen, man aufgefordert wird, man fände nie die Zeit, IT-Geräte zu installieren und anschließend weitere zu kaufen, geschweige denn, sich inhaltsschwerer Literatur zuzuwenden.

Wie viele Wörter mögen es wohl sein, die jährlich auf juristischen Beipackzetteln zu elektronischen Geräten in die Schachtel gesteckt werden, fragt man sich und nimmt einen großen Schluck. Und wie viel überflüssige stehen außen drauf?

Der Franz hingegen macht nie viele Worte. “No oane?” fragt er jetzt.

“No oane!”

Achim Killer

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http://www.silicon.de/c/?id=68-39200967-0

WOW WotlK DVD defekt / Webinstaller

Thursday, November 13th, 2008

also Freunde, bei BC war Chris dran, jetzt bin ich am Arsch …defekte DVD - nach ner Stunde Forenwelzerei *thx Gerdi*

1. Ihr könnt falls vorhanden - die Betainstall zum zocken nehmen
http://wow.gamona.de/index.php?unid=12819

2. Nutzt den Webinstaller - der hängt zwar ab und an - habe aber gute 1.3mb/sek wink
http://www.wow-europe.com/shared/downloads/protected/InstallWoW_deDE/InstallWoW.exe

ladet das DING nicht mit dem IE runter -> Fehler ! Über FF gings komischerweise - kA - der Laie staunt, der Fachmann wundert sich

Viel Erfolg!

My_Systems.gone von Achim Killer

Monday, November 3rd, 2008

Auf was man doch so alles stößt in den Tiefen eines über viele Jahre gewachsenen Archivs! Auf uralte Manuskripte fürs Radio etwa.“Ein bisschen zäh war es heute auf der Systems-Pressekonferenz”, steht beispielsweise in einer txt-Datei im Verzeichnis Manus_93, “Erfolgsmeldungen sind für Computermessen ja Pflicht, aber die waren beim besten Willen nicht da, Negativmeldungen hingegen gibt es in Sachen Systems nicht, weil es sie nicht geben darf.”

Mit diesen Sätzen wurde vor vielen Jahren in einer aktuellen Sendung ein O-Ton des Messegeschäftsführers anmoderiert. Jener erläuterte, warum die Messe trotz rückläufiger Besucher- und Ausstellerzahlen irgendwie doch wieder eine tolle Sache gewesen sei.

“Systems1″ heißt das File 8 Zeichen, mehr ging damals nicht. Erstellt wurde es mit Word 6 für DOS. - Damit lassen sich übrigens alte Textdateien auch heute noch öffnen, obwohl Windows dann immer anzeigt, es handele sich um ein OS/2-Programm.Richtig nostalgisch wird einem da zumute: Word mit seinem über die Escape-Taste anzusteuerndem Befehlsmenü, DOS, OS/2 und seit letzten Freitag auch die Systems das alles ist nur noch Teil der jüngeren IT-Geschichte und damit ebenfalls Teil der eigenen. Und zwar einwichtiger: Was konnte man auf der Systems doch alles lernen!“Verstehen Sie eigentlich, was die hier so reden?” fragte seinerzeit Dr. A, der klügste Kopf, der sich jährlich die Messe anschaute. - Auf der Hauptpressekonferenz analysierte er jedes Mal im Auftrag der Systems-Veranstalter die Situation der Branche. - Womöglich weil er bei seiner Frage das verlegene Flackern im Blick des Berufsanfängers bemerkt hatte, fügte er dann noch hinzu: “Also ich versteh’ das nicht.”

Das war der Schlüsselsatz! Wiederholt von einem vom Radio mit Mikrophon in der Hand, wirkte er in den Messehallen wie eine Alphabetisierungskampagne für Marketing-Kreolen.

Jene konnten dann plötzlich in einigermaßen gutem Deutsch erklären, was sie an ihrem Stand so zeigten. Die Folgerungen aus dem Schlüsselsatz mussten dazu meist gar nicht mehr ausgesprochen werden: “…und was ich nicht versteh, versteht der Hörer nicht. Und was der Hörer nicht versteht, kommt nicht ins Radio.”

Es war eine gemeine Drohung. Aber so ist das halt: Wer mit Information über die Informationstechnologie sein Geld verdient, darf sich auf Desinformation gar nicht erst einlassen. Und etwas verstehen kann man nur, wenn man sich zunächst darüber bewusst wird, es nicht verstanden zu haben. Das stößt Lernprozesse an.

Auch bei anderen zeigt es Wirkung. “Wie stellen Sie die Cache-Kohärenz (den Abgleich der Zwischenspeicher) her, wenn Sie für Ihre ehrwege-Systeme keine ‘Äss-Eitsch-Wies’ (SHV Standard High Volume Boards von Intel) verwenden?” war eine Frage, die Server-Verkäufern jedes Mal die engen Grenzen ihres Wissens aufzeigte. Die stellten dann in der Regel sofort ihre belanglosen Plaudereinen über Business-Anforderungen im Internet-Zeitalter ein, um Techniker zu suchen, die die absonderliche Frage zu beantworten in der Lage waren und von denen man deswegen auch ansonsten einiges Interessante erfahren konnte.Überhaupt dieses Internet mit seinen vielen Protokoll-Ebenen, das war Anfangs überhaupt nicht zu begreifen. Bis dann ein Schreiber mit Fernmeldetechnik-Studium einem im Pressezentrum die Sache mit dem ISO/OSI-Referenzmodell erklärte: “Man kann mit einander sprechen oder sich schreiben (Physical Layer) auf Deutsch oder Englisch (PresentationLayer) über Fußball oder byzantinische Ikonographie (Application Layer), und alle anderen Kommunikationsprobleme finden auf den Layern 2 bis 5 statt.”

Herrlich! Die ganze Welt der modernen Datenkommunikation klarte an diesem trüben Herbsttag im Münchner Messezentrum auf und präsentierte sich dem Neuling in sieben Schichten und in ihrer klassischen Schönheit.

Oder die Sache mit dem OLAP-Cube (Online Analytical Processing), ein multidimensionaler Würfel, also einer der mehr ist als breit, hoch und tief unvorstellbar einen gewöhnlichen, noch von der Schulmathematik geprägten Verstand. Ein Whitepaper schaffte da Abhilfe und illustrierte, dass es sich dabei um die geschickte Anordnung von Datenbanktabellen handelt, um ein bisschen Business Intelligence auf die Chefetage zu bringen. Früher lagen solche Papiere an Messeständen aus.Und jetzt ist’s vorbei. Die Systems gibt’s nicht mehr. “Aktuelle Presseinformationen zur Systems, Messe für IT, Medien und Kommunikation2.htm” heißt das File, das seit einer Woche im Netz steht und mit dem das Aus bekannt gegeben wird.Viel ist passiert zwischen der Erstellung der beiden Dokumente, desjenigen aus dem Archiv und desjenigen von der Messepressestelle:

Betriebssysteme beispielsweise beherrschen inzwischen lange Dateinamen.

Und was die Messe selbst anbelangt? Na ja, in der letzten Datei steht: “Die Systems schließt in diesem Jahr nicht nur nach Zahlen in einer starken Position. Als Erfolg verbuchen wir vor allem die Rückkehr vieler internationaler IT-Schwergewichte” (O-Ton Messegeschäftsführer). - Ja, richtig nostalgisch wird einem da doch zumute.Achim Killer

Feedback an: mailto:akiller@silicon.de

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